Villa Haselburg

Die Römische Villa Haselburg (ca. 15 km von Vielbrunn entfernt) ist ein Gutshof (sogenannte Villa rustica) aus der Zeit der Besiedlung desOdenwalds durch die Römer. Die nach archäologischen Ausgrabungen in weiten Teilen sichtbare Anlage in der Nähe der Ortschaft Hummetroth bei Höchst i. O. ist als Freilichtmuseum gestaltet und frei zugänglich.

Die Villa rustica „Haselburg“ gehört zu den mehreren hundert bekannten Gutshöfen aus der Römerzeit in Hessen. Sie ist die bislang größte bekannte und am weitesten durch Grabungen erforschte Anlage dieser Art.


Blick über die Ausgrabungsstätte


Blick auf das rekonstruierte Jupiterheiligtum

Die heute Haselburg genannte Anlage entstand – verglichen mit anderen Villen des Dekumatlandes – erst verhältnismäßig spät in der Regierungszeit Kaiser Hadrians (117–138 n. Chr.). Der Umstand erklärt sich aus Umstrukturierungen im Gebiet des Odenwaldes, insbesondere der Vorverlegung des römischen Odenwaldlimes Wörth – Bad Wimpfen zur neuen Limeslinie Miltenberg – Lorch um 159 n. Chr. Mit dem Übergang an die zivile Verwaltung setzte schnell eine zivile Besiedlung des möglicherweise zuvor militärisch genutzten Gebietes ein. Innerhalb der Civitas Auderiensium entstand um 130 n. Chr. der Hauptort Dieburg und mit ihm in der Dieburger Senke und am nördlichen Rand des Odenwalds in Südhessen zahlreiche Villae Rusticae, so auch die Haselburg, was Fundstücke, vorwiegend Keramikfunde aller Art, belegen.


Das neue Informationszentrum im August 2012


Rekonstruktionszeicnung

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Erläuterungen am Modell durch den Vorsitzenden des Haselburgvereins Arno Schäfer

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Erläuterung an der Therme und der WC-Anlage

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Erläuterungen vom Architekten Dr. Sigbert Huther

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Verabschiedung von dem Bezirksarchäologen Dr. Holger Göldner am 14.08.2015

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Probesitzen auf der WC-Anlage


 
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